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10-Gbit-Datenkommunikation im industriellen Umfeld

Vorerst Zukunftsmusik

Andreas Gees, Redakteur elektro Automation
Andreas Gees, Redakteur elektro Automation
Mit den zur SPS/IPC/Drives 2009 vorgestellten achtpoligen M12- Steckverbindern existiert nach Ansicht der Hersteller ein robustes und kompaktes Design, das eine Datenübertragungsrate bis 10 Gbit/s über 100 m konform zum Ethernet-Standard ermöglicht und so eine hohe Zukunftssicherheit bietet. Wer als Anbieter solche Produkte lanciert, hat auch Märkte im Visier. Doch welche Anwendungen werden zukünftig so hohe Bandbreiten erfordern und welche Rolle spielen die Infrastrukturkomponenten?

Mit den zur SPS/IPC/Drives 2009 vorgestellten achtpoligen M12- Steckverbindern existiert nach Ansicht der Hersteller ein robustes und kompaktes Design, das eine Datenübertragungsrate bis 10 Gbit/s über 100 m konform zum Ethernet-Standard ermöglicht und so eine hohe Zukunftssicherheit bietet. Wer als Anbieter solche Produkte lanciert, hat auch Märkte im Visier. Doch welche Anwendungen werden zukünftig so hohe Bandbreiten erfordern und welche Rolle spielen die Infrastrukturkomponenten?

Die Experten des Trendinterviews sind sich darin einig, dass die Anwender industrieller Feldgeräte noch sehr lange mit einer Bandbreite von 100 MBit auskommen werden; schon deshalb, weil sie gegenüber den Feldbussen hohe Leistungsreserven bietet. Andererseits sehen sie eine wachsende Zahl spezieller Anwendungen, die höhere Bandbreiten erfordern, wie Vision-Systeme mit schneller Kommunikation oder RFID-Systeme mit hohem Datenvolumen.

Für eine höhere Bandbreite spricht nach Meinung einiger Diskussionsteilnehmer, dass sie in der Netzinfrastruktur durch Datenbündelung Einsparungen ermöglicht: Die Konvergenz der Netze in den Unternehmen erfordere eine stärkere Integration von Unternehmens-IT und Automatisierung, woraus sich langfristig ein wachsender Bandbreitenbedarf ergebe. Mit dem 10-Gbit-Ethernet-Standard stehe dafür eine Technologie zur Verfügung, die die hohe Leistungsfähigkeit mit Zukunftssicherheit verbinde. Die Verfügbarkeit sowohl als RJ45-Variante oder als M12-Steckverbinder bis 10 Gbit erlaube es aber auch Geräteherstellern sowie Maschinen- und Anlagenbauern, diese genormten Anschlusstechniken frühzeitig in ihre Projekte zu integrieren. Wichtiges Argument: Der neue 10-Gbit-Ethernet-Standard werde den wachsenden Anforderungen ohne Systembruch gerecht und verbinde die Gebäude-infrastruktur mit den Feldbussystemen.

Basieren die 10-Gbit-Komponenten bisher zumeist auf RJ45-Varianten, so erhält die schon in der Vergangenheit kontrovers geführte Diskussion mit der Einführung 8-poliger M12-Steckverbinder neue Impulse. Doch die Argumente für und wider RJ45 oder M12 sind noch immer dieselben, wie bei 100 MBit/s. Für M12 sprechen laut der Fachleute die Robustheit sowie der kompakte Aufbau und die deutlich sicherere Kontaktausführung, gegen ihn und für RJ45 die höheren Kosten. Sofern Anwendungen mit RJ45 gut funktionieren, besteht laut der Experten keine Notwendigkeit, M12-Stecker einzusetzen.

Dass das Thema an Bedeutung gewinnt, wird daran deutlich, dass auch in den Nutzerorganisationen über die Notwendigkeit eines M12-Steckverbinders für 10-Gbit-Applikationen nachgedacht wird. Obwohl auch die Feldbusorganisationen einen wachsenden Bandbreitenbedarf sehen, halten sie die Relevanz von 10 Gbit/s für die Vernetzung der Peripherie im Maschinen- und Anlagenbau für eher gering. Aufgrund der wachsenden Kosten bei Infrastruktur und Verkabelung sieht mancher Experte sogar Nachteile. Ob ein Performancegewinn tatsächlich erreicht werden kann, lässt sich heute kaum sagen.

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INFO-TIPP

Mit achtpoligen M12-Steckverbindern für 10 Gbit bieten die Hersteller ein robustes und kompaktes Design mit hoher Zukunftssicherheit. Doch welche Anwendungen zukünftig so hohe Bandbreiten benötigen und welche Rolle dabei die Infrastrukturkomponenten spielen, können Sie im Online-Forum Automatisierung diskutieren:

· www.wirautomatisierer.de/forum

18.02.2010


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