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Welche Bedeutung haben heute Simulationstools?

Zeichenbrett, CAD, Simulation

Stefan Ziegler, Chefredakteur elektro Automation
Stefan Ziegler, Chefredakteur elektro Automation
Seit einiger Zeit verlagert sich die Innovationskraft zunehmend von den Produkten selbst hin zum Umgang mit diesen bzw. zu einem vereinfachten Einsatz. Dies beginnt bei immer leistungsfähigeren, gleichzeitig aber einfacheren Bedientools und endet bei der Nutzung von Simulationstools für Maschinen und Anlagen. Wie weit das letztgenannte Thema Simulation heute technisch entwickelt ist und inwieweit es in der Praxis genutzt wird, soll der Trendteil „Integrated Manufacturing" klären. Hierzu befragte die Redaktion sowohl Automatisierungsanbieter als auch -anwender.

Seit einiger Zeit verlagert sich die Innovationskraft zunehmend von den Produkten selbst hin zum Umgang mit diesen bzw. zu einem vereinfachten Einsatz. Dies beginnt bei immer leistungsfähigeren, gleichzeitig aber einfacheren Bedientools und endet bei der Nutzung von Simulationstools für Maschinen und Anlagen. Wie weit das letztgenannte Thema Simulation heute technisch entwickelt ist und inwieweit es in der Praxis genutzt wird, soll der Trendteil „ Integrated Manufacturing" klären. Hierzu befragte die Redaktion sowohl Automatisierungsanbieter als auch -anwender.

Zeichenbrett, CAD, Simulation – so könnte man die Entwicklung der Konstruktionsarbeit bis in die Zukunft hinein beschreiben. Zumindest wenn man nach den Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz der Simulationstools geht, die Thomas Fey von Rexroth im Experten-Interview (S. 25) nennt: „Angefangen mit der passenden Strukturierung von CAD-Modellen zur einfachen Weiterverwendung für die Simulation bis hin zur Nutzung von Softwaretools zur Versionierung von Automatisierungsdaten reicht das Spektrum der Prozesse und Standards, die für ein effizientes Arbeiten möglichst nahtlos ineinander greifen müssen. Die Schaffung dieser Vorraussetzungen ist in vielen Fällen mit dem Umstieg vom Zeichenbrett zum CAD zu vergleichen." Insgesamt wird das Thema Simulationstools verdeutlicht durch die Statements der Anbieterexperten von ABB, B&R, Eplan, Rexroth und Zuken. Dabei zeigt sich nicht nur bei der Beantwortung der einen oder anderen Frage ein durchaus unterschiedliches Bild, sondern auch abhängig vom betrachteten Anwendungsbereich. So konzentrieren sich unsere Befragungen auf die Fertigungsautomation, was sich beispielsweise auch in den Antworten von ABB widerspiegelt. Als einer der Großkonzerne, der in vielen Bereichen aktiv ist, hat das Unternehmen aber darauf hingewiesen, dass die Simulation in vielen Bereichen wie Kraftwerke und Prozessautomation schon länger etabliert ist und intensiver genutzt wird.

Wie die Praxis das Ganze sieht, verdeutlichen Vertreter der Anwenderunternehmen Daimler und Trumpf (S. 28), die bei der Realisierung nach wie vor einen oft noch zu hohen Aufwand sehen. Ein weiterer Automobilist nahm zwar nicht an der Befragung teil, gab aber dennoch ein interessantes Statement ab: Im Anlagenbau des Unternehmens werde alles per CAD-System konstruiert und bei Bedarf die Funktionen durch Kinematisierung der Vorrichtung simuliert. Zudem prüfe man alle Änderungen in Roboterzellen mit einem Roboter-Simulationsprogramm auf Erreichbarkeit. In der Regel werde hier auch eine Offline-Programmierung durchgeführt, um Verriegelungen zwischen Robotern zu prüfen und die erreichte Taktzeit zu prognostizieren. Grundsätzlich gelte: Der Engineering-Aufwand hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Der Nutzen liegt in einer gestiegenen Planungs- und Konstruktionsqualität sowie der erforderlichen Verkürzung der Inbetriebnahmezeiten, z.B. durch die Übernahme offline erstellter Roboter- programme bei der Inbetriebnahme. Hinzu kommt, dass bestimmte Vorrichtungen, Zellen oder sogar Linien mit geringfügigen Änderungen an mehreren Standorten aufzu-bauen sind oder für Derivate bzw. andere Modelle reproduziert werden. zg

eA-INFO-TIPP

Zeichenbrett, CAD, Simulation... Und was kommt dann? Mit Virtual bzw. Augmented Reality steht schon der nächste Evolutionsschritt vor der Tür:

· www.augmented-reality.de

30.01.2009


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