Wasser statt Luft bei Industrieanwendungen
Der Trend zu höheren Kühlleistungsanforderungen hat sich in den vergangenen Jahren in der Industrie verstärkt. Damit gewinnt die Wasserkühlung, die in IT-Anwendungen bereits etabliert ist, auch bei Maschinen- und Anlagenbauern an Bedeutung. Dementsprechend ist die bereits in Server-Schränken etablierte LCP-Technologie (Liquid Cooling Package) jetzt auch mit einer Leistung von 10 kW – optional bis 20 kW skalierbar – für Industrieanwendungen im Maschinen- und Anlagenbau verfügbar. Da Wasser eine deutlich bessere Wärmeleitfähigkeit als Luft aufweist und eine effizientere Kühlung auf kleinerem Raum ermöglicht, haben sich Luft/Wasser-Wärmetauscher durchgesetzt. Durch eine vollständige Trennung von Wasserkreislauf und elektronischen Komponenten im Schrank sorgt der Luft/Wasser-Wärmetauscher für maximalen Schutz. Als Basis für das LCP Industrie dient das TS-8-Gehäuse. So ist auch eine nachträgliche Integration in bestehende Systemumgebungen möglich. Im Gegensatz zu der IT-Variante, bei der die 19-Zoll-Ebene seitlich mit konstanten 22 °C gekühlt wird, ist die Luftführung beim Industrie LCP auf die Anforderungen der Schaltschrankklimatisierung angepasst. Da die Kälte unten vor die Montageplatte im Schaltschrank gelangen muss, wird die Warmluft oben angesaugt und unten kalt ausgeblasen. Im Schaltschrank muss typischerweise eine Regeltemperatur von 35 °C eingehalten werden. Zwei leistungsstarke Gebläse sorgen für eine sehr gute Luftzirkulation. Sowohl die Luftansaugung als auch der Kaltluftaustritt ist beidseitig möglich.
