- An einem ungewöhnlichen Ort sind zwei sechsachsige Kleinroboter von Denso bei Airbus im Einsatz. Sie arbeiten im Windkanal und im gasdynamischen Versuchsfeld des Flugzeugherstellers.
Punktgenauer Einsatz im Windkanal
Die Airbus-Abteilung erforscht das Strömungsverhalten und die Funktionsfähigkeit von Flugzeugmodellen, insbesondere Flügel und Triebwerke. Der Low Speed Wind Tunnel (LSWT Bremen) ist dabei auf die Untersuchung von Flugzeugverhalten in Start- und Landephasen ausgerichtet und testet bei Geschwindigkeiten von bis zu 85 km/h: Druck, Belastung, Temperaturen und vieles mehr.
Dabei spielen Mehrlochsonden eine besondere Rolle: Alle eingesetzten Sonden müssen daher genauestens kalibriert werden – vor und nach jedem Einsatz im Windkanal oder im Flugversuch werden sie mit Hilfe der VM-60B1G-V-Roboter überprüft.
Im Gegensatz zu vielen anderen Roboter-Anwendungen geht es dabei nicht um Schnelligkeit, sondern um absolute Genauigkeit. Es gilt festzustellen, ob eine Neukalibrierung erforderlich ist oder ob die Tests weiter durchgeführt werden können. Zur Überprüfung werden die Sonden daher einem Strömungsfeld mit bekannter Geschwindigkeit und Richtungen ausgesetzt. Die Sondenbewegungen innerhalb des Messgitters übernehmen nun die Roboter.
Früher wurde das umständlich von recht unflexiblen Drehtellern ausgeführt. Der Roboter aber ist durch seine sechs Achsen flexibel, um beispielsweise ein dreidimensionales Messgitter mit 1000 Messpunkten abzuarbeiten. Außerdem lässt sich der Roboter direkt ansteuern, so dass man auch einmal 1 Minute lang an einem Messpunkt untersuchen kann.
Für die Denso sprach dabei neben der unkomplizierten Handhabung vor allem die frei wählbare Kommunika- tion mit den Robotern über die Airbus-eigene Software. Dank der flexiblen Programmieransprache funktioniert auch der Datentransfer in die Auswertungsprogramme des Labors.
Denso Europe B.V. www.densorobotics.com
