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Baur nutzt das mobile Scada-System zur Optimierung seiner Logistikabteilungen
Schad hat eine mobile Scada-Applikation entwickelt, die Infor- mationen zwischen den zentralen automatisierten Maintenance-Systemen und mobilen Endgeräten steuert. Das System bietet eine zusätzliche Logik für Nutzer, Nutzergruppen, Nutzer-Rechte, Nachrichtenfilter, Eskalationsschemata und Team Workflow. Alarme und Störungsmeldungen, die im Leitstand in der Visualisierung erscheinen, lassen sich priorisieren und in Echtzeit auf Smartphones oder Tablet-PCs anzeigen – wie die Praxisbeispiele bei Baur, auf dem Münchener Flughafen und bei Frosta verdeutlichen.
Baur nutzt das mobile Scada-System zur Optimierung seiner Logistikabteilungen
Mobiles Scada-System zur Anlagensteuerung und -überwachung

Für höhere Effizienz und reduzierte Kosten

Vanderlande kann bei seinen Gepäckabfertigungssystemen Scada-Funktionalität und Maintenance miteinander verbinden
Vanderlande kann bei seinen Gepäckabfertigungssystemen Scada-Funktionalität und Maintenance miteinander verbinden
Frosta konnte in seinem Rohwarenlager die Ausfallzeiten minimieren
Frosta konnte in seinem Rohwarenlager die Ausfallzeiten minimieren

Baur, einer der ältesten Multichannel-Versender in Deutschland nutzt das mobile Scada-System Extend7000 von Schad zur Optimierung seiner Logistikabteilungen: Die Überwachung und Steuerung von automatisierten Prozessen erfolgt über ein handelsübliches mobiles Endgerät – Smartphone oder Tablet-PC. Dazu Roland Säum, Projektleiter Technische Dienste: „Extend7000 wird uns helfen, unnötige Wege zu vermeiden, damit die Effizienz des Mitarbeitereinsatzes zu erhöhen und Zeit zu sparen – so steigern wir unsere Produktivität."

Innovative Lösung für komplexe Baur-Logistik

Baur unterhält drei große voll automatisierte Logistikabteilungen in Deutschland. Für den Betrieb der Lager – Wareneingang, Hochregallager, Sortiertechnik und Förderbänder – nutzt man mehrere Fördertechnikanlagen und 14 Regalbediengeräte (RBG). Diese werden von mehr als 60 SPSen rund um die Uhr überwacht und gesteuert. Die – insgesamt ca. 70 000 definierten – Meldungen laufen im zentralen Siemens-Visualisierungssystem WinCC im Leitstand zusammen. Pro Stunde werden im Durchschnitt bis zu 60 Fälle an die zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet.

2011 implementierte Baur das mobile Scada-System Extend7000. Der Versender erwartet hierdurch, dass die Mitarbeiter-Effizienz um 15 % steigt sowie die Kosten für Telefongespräche im technischen Support um 60 % gesenkt werden. „Der Trend in Unternehmen geht eindeutig zur Mobilität – das ist nicht mehr aufzuhalten. In zwei Jahren hat jeder ein Smartphone und es ist ganz selbstverständlich, dieses zur Optimierung der Unternehmensprozesse einzusetzen", so Roland Säum. „Damit unsere Mitarbeiter effizienter arbeiten können, sollten sie jederzeit und von jedem Ort Meldungen aus der Logistik-Technik empfangen und auf die Steuerungen zugreifen können."

Vor der Integration von Extend7000 riefen die Mitarbeiter des Leitstands die zuständigen Instandhaltungs-Mitarbeiter an und gaben die Fehlermeldungen mündlich an sie weiter. Dies führte zu Problemen im Workflow: Die Mitarbeiter im Leitstand wussten weder wer von den insgesamt 35 Technikern Dienst hatte noch wer bereits einen Auftrag angenommen hatte. Dies führte häufig dazu, dass mehrere Telefonate notwendig waren, bis ein zuständiger Mitarbeiter erreicht und ein Auftrag übernommen werden konnte. Daher integrierte man Extend7000 in das bestehende Steuerungskonzept und koppelte es über eine Ethernet-Verbindung direkt mit den Siemens-Steuerungen Simatic S7- 300/400. Die Steuerungsprogramme wurden hierfür weder geändert, noch mussten CPUs neu gestartet werden. Nun können die auflaufenden Meldungen direkt an die BlackBerry-Endgeräte der Techniker weitergeleitet werden und die Mitarbeiter so jederzeit und ortsunabhängig Alarme empfangen. Nutzten die Mitarbeiter vor der System-Einführung noch normale Mobiltelefone mit Call-Tarifen, stehen nun Smartphones mit kosteneffizienten Call&Surf-Tarifen zur Verfügung. Baur erwartet, dass die Gesprächszeiten um 60 % reduziert werden, sodass die durch die Vertragsumstellung entstandenen Kosten gedeckt sind. Da Extend7000 seine Daten nicht über das bestehende Visualisierungssystem WinCC bezieht, dient es im Scada-Bereich bei Ausfall von WinCC auch als Redundanz.

Im aktuell ersten Schritt werden bei Baur 28 000 Meldungen über das mobile Scada-System weitergegeben – zunächst sind dies nur Fehler-Meldungen aus der Instandhaltung. Langfristiges Ziel ist, immer mehr Informationen und Meldungen zu bearbeiten. So sollen zukünftig Daten für das mittlere Management verfügbar gemacht werden, z.B. Anlagenzustände, Stückzahlen und Arbeitsfortschritte der verschiedenen Abteilungen. Darüber hinaus ist geplant, die gesamte Gebäudeleittechnik in Extend7000 zu integrieren.

Flughafen-Gepäck effizienter abfertigen

Der Flughafen München ist Deutschlands zweitgrößter Flughafen mit jährlich ca. 33 Mio. Passagieren. Bei solchen zentralen Verkehrsknotenpunkten ist das Timing im Logistik-Betrieb eng und unflexibel. Der Wettbe-werb im Bereich Flughafen-Service ist groß; Schlüsselfaktoren für einen Wettbewerbsvorteil sind Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. In München sind drei Klassen von automatisierten Gepäckförderanlagen in Betrieb, die in der Stunde bis zu 800, 1200 oder 2400 Gepäckstücke abfertigen. Dies entspricht einer maximalen Sortierungsrate von 40 Gepäckstücken je Minute. Als externer Anbieter von Gepäckabfertigungssystemen war Vanderlande auf dem Flughafen darum bemüht, Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der operativen Leistung zu identifizieren und eine hohe Systemverfügbarkeit durch den Einsatz einer neuen Technologie sicherzustellen. Dafür wurde Extend7000, das die bestehende WiFi- oder GPRS-Infrastruktur nutzt, als in-novative, kostengünstige und funktional anspruchsvolle mobile Lösung zur Steuerung, Überwachung und Instandhaltung ausge-wählt. Im Einsatz ist das System von Schad seit 2009. Es unterstützt Vanderlande-Service-Techniker beim Betrieb der High-Speed-Gepäckförderanlagen und stellt sicher, dass das Gepäck die Kunden bzw. die Anschlussflüge pünktlich erreicht. Dadurch konnte der „left behind index" (LBI) reduziert werden, sodass Vanderlande seinen Leistungsvertrag Flughafen München GmbH vollumfänglich erfüllen konnte.

Vanderlandes automatisierte Gepäckabfertigungssysteme werden von einer großen Anzahl SPSen überwacht, die via Ethernet miteinander verbunden sind. Diese tauschen Daten untereinander aus sowie mit dem hochwertigen Scada-System mit vollständiger Visualisierung. Die Steuerungen generieren nahezu 140 000 Meldungen (Alarme, Warnungen, Statistiken, Betriebs-Mitteilungen), die vor dem Einsatz von Extend7000 vom Leitstand-Personal manuell zu Service-Mitarbeitern im Feld weitergeleitet werden mussten. Abhilfe schaffte hier die vollständige Integration von Extend7000 in die SPS-Systeme; Meldungen werden parallel zum Scada-System bearbeitet und unmittelbar an die mobilen Endgeräte des Wartungspersonals gesendet. Eine Verbindung mit der bestehenden Wartungs-Software Main-Tool von GLI Business Solutions besteht ebenfalls, sodass Service-Techniker über ihre mobilen Endgeräte auf Informationen über Ersatz- teile zugreifen, System-Dokumentationen lesen sowie Prozess-Service- und Maintenance-Anweisungen aufrufen können. Thomas Gebbert, Service Account Manager von Vanderlande, zieht ein entsprechend positives Fazit: „Mit Extend7000 bringen wir Scada-Funktionalitäten und Maintenance in eine perfekte Symbiose."< /p>

Reduzierte Ausfallzeiten im Frosta-Rohwarenlager

Die Frosta AG, deutscher Marktführer für tiefgekühlte Fertiggerichte und Fischprodukte, unterhält in Bremerhaven ein voll automatisiertes Rohwarenlager mit insgesamt 600 Mitarbeitern. Für den Betrieb des Lagers nutzt man eine Fördertechnikanlage und vier Regalbediengeräte. Diese werden durch Simatic-Prozesssteuerungen von Siemens überwacht, die speziell für Lager-Anwendungen konzipiert wurden. Extend7000 ist Teil des hoch sicheren Scada-Systems von Frosta und wurde hierfür direkt in die bestehenden Prozesssteuerungen integriert.

Vor der Einführung des mobilen Scada-Systems wurden Informationen über den Lagerbetrieb im mit Produktionstechnikern besetzten Leitstand visualisiert. Wurde ein Ingenieur für den technischen Betrieb an anderer Stelle angefordert, war er nach dem Verlassen des Leitstands unvermeidlich von den Informa-tionen zur Prozess-Kontrolle abgeschnitten. Diese ineffiziente Kommunikation führte zu erheblichen Ausfallzeiten, die Kosten und Produktivität negativ beeinflussten. Nun sind die Mitarbeiter mit BlackBerry-Endgeräten ausgestattet, mit denen sie in Echtzeit Benachrichtigungen über System-Performanz-Probleme empfangen können. Störungsmeldungen werden unmittelbar und in Echtzeit an das entsprechende technische Team gesendet, unter Berücksichtigung der eingestellten Eskalation.

Dazu gehört auch ein verbessertes Informa-tions-Management, d.h. bei jeder Störungsmeldung wird ein klarer Workflow kreiert: Das Management wird über die Probleme informiert und erhält kontinuierliche Status-Updates. Zuvor mussten die Service-Mitarbeiter an den Leitstand berichten und mit diesem die Störungsinformationen besprechen. Das gesamte technische Team kann darüber hinaus von jedem Ort aus in Echtzeit miteinander kommunizieren und sich darüber informieren, wie und von wem eine Störung bearbeitet wird.

Sehr einfach gestaltete sich die Implementierung, da Frosta bereits einen BlackBerry-Server für E-Mail-Dienste implementiert hatte. Infolgedessen stellte der Einsatz der Endgeräte zur mobilen Überwachung und Steuerung des Rohwarenlagers eine natürliche Erweiterung dar. ExtendD7000 nutzt einen System-Server, Device Manager und einen System-Manager für das Senden der Informationen in Echtzeit. Der System-Server verwendet Frostas drahtlose Infrastruktur, um Nachrichten aus den automatisierten Siemens-Anlagen an die BlackBerrys zu senden, bei gleichzeitigem Informationsaustausch mit dem System-Manager. Das Gesamtergebnis beschreibt Thorsten Stern, Leiter der Lager- und Haustechnik, folgendermaßen: „Extend7000 ermöglicht den mobilen Dialog zwischen unseren Anlagen-Prozessen und den Anwendern. Wir können jetzt wesentlich schneller auf Störungen reagieren und diese beheben."

Nach Informationen der Schad GmbH in Hamburg ( www.schad-automation.com )

praxis plus

Für den Baur Versand ergeben sich mit dem mobilen Scada-System Extend7000 u.a. folgende Vorteile:

· verbesserter Workflow und höhere Produktivität,

· 15% höhere Personal-Effizienz,

· 60% geringere Telefonkosten im Support sowie

· vollständiges Backup bei einem Ausfall des Scada-Systems Simatic WinCC.

Die Gepäckabfertigung des Münchener Flughafens profitiert ebenfalls:

· geringer „Left Behind Index" und damit höhere operative Gewinne,

· mehr abgewickelte Flugzeuge pro Tag,

· schnelle Implementierung mit kurzfristigem ROI,

· optimierter personeller Ressourceneinsatz sowie

· effizienter, sicherer Maintenance Workflow.

Im Frosta-Rohwarenlager ergaben sich:

· verbesserte Servicequalität,

· erhöhte Produktivität

· Multi-Tasking-Unterstützung,

· optimierter Personaleinsatz,

· geringere Betriebskosten.

INFO-TIPP

Innovation und Kreativität gehören oft zusammen – so bietet Frosta auf der folgenden Website kreative Rezepte aus der asiatischen, deutschen, internationalen und mediterranen Küche:

· www.frosta.de/koch-kreativ

22.02.2012


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