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Die Gesamtanlage ist heute in drei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt, die über eine Verfahrachse miteinander verbunden sind
Die Herwig-Blankertz-Schule Wolfhagen hat eine voll automatisierte Anlage als zentralen Ausbildungsbestandteil realisiert. Sie besteht aus einer vollautomatischen Stanzpresse von Alphatec mit einem Kawasaki Roboter FS006L davor, der die Anlage bedient und die verschiedenen Bereiche verknüpft.
Die Gesamtanlage ist heute in drei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt, die über eine Verfahrachse miteinander verbunden sind
Bedürfnisse unterschiedlicher Berufsfelder mussten im Konzept integriert werden

Vielseitige Ausbildung mit Roboter

Um die Ausbildung so attraktiv wie möglich zu gestalten und bei der Ausbildung zum Industrie-, Zerspanungs- und Werkzeugmechaniker neue Lerninhalte aufzugreifen, entstand in Wolfhagen der Plan, eine Fertigung mit Automatisierungskonzepten zu verknüpfen und fest an der Schule zu installieren.

Die Ausarbeitung des Gesamtkonzepts bis zur Vergabe nahm knapp drei Jahre in Anspruch. Denn die Bedürfnisse der unterschiedlichen Berufsfelder mussten in einem Konzept integriert werden. Das Resultat allerdings kann sich sehen lassen.

Die Gesamtanlage ist in drei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt, die über eine Verfahrachse miteinander verbunden sind. Der FS006L kann so in allen Bereichen individuell genutzt werden. Bereich 1 beherbergt Presse sowie Be- und Endladebereich. Bereich 2 besteht aus einem Ablagebereich für gestanzte Teile und einem freien Bereich zum Einrichten von Sonderprojekten. Diese Projekte werden im jeweiligen Schwerpunktlabor vorbereitet und im Automatisierungslabor mit dem Roboter und der SPS verknüpft. Bereich 3 ist eingerichtet zum Schulen von Basiswissen zur Programmierung und Handhabung des Roboters. Dazu gibt es auch einen Wechselbahnhof mit unterschiedlichen Greifwerkzeugen.

Alle Bereiche können über moderne Sicherheitstechnik (eine Kombination aus Lichtgittern und elektrischer Verriegelung von Schutzgittern) miteinander verbunden – oder auch getrennt werden. So können die Bereiche unabhängig voneinander genutzt werden. Etwa kann die Presse von Hand bedient werden, um das Thema Hydraulik zu schulen, während gleichzeitig eine Basisschulung zum Thema Roboterprogrammierung in Bereich 3 durchgeführt wird.

Das Labor ist mit sechs PC-Arbeitsplätzen zum Programmieren und Simulieren ausgestattet. Hier kommt die Simulationssoftware PC Roset zum Einsatz, mit dem alle Roboterkinematiken simuliert und programmiert werden können. Schon im Vorfeld ist es damit möglich, Störkonturen zu ermitteln und zu optimieren, Taktzeitanalysen durchzuführen und die fertigen Programme auf Fehler zu untersuchen.

Kawasaki Robotics GmbH www.kawasakirobot.de

01.02.2012


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