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Am Anfang steht eine Analyse, innerhalb derer eine Bestandsaufnahme erfolgt, bei der die Projektverantwortlichen alle Einsparpotenziale innerhalb der jeweiligen Produktionsstätte identifizieren, die daraus resultierenden Einsparungen auf Euro und Cent beziffern und nicht zuletzt auch die dafür anfallenden Kosten abschätzen sollten
Kaum ein Thema ist zurzeit mehr in den Medien und der öffentlichen Diskussion vertreten als die Forderung nach weniger Energieverbrauch. Bei Gewerbetreibenden erhöht dies ihre Wettbewerbsfähigkeit und sorgt für ein positives Image in der Öffentlichkeit. Bei Maschinen- und Anlagenbauern steigert eine bessere Energieeffizienz die Chancen, einen Auftrag für eine Maschine zu erhalten. Was aber bei all dem zu beachten ist und dass entsprechende Maßnahmen durchaus auch Kapitalrenditen versprechen, zeigt der Beitrag des Danfoss-Experten Lars Grønbæk.
Am Anfang steht eine Analyse, innerhalb derer eine Bestandsaufnahme erfolgt, bei der die Projektverantwortlichen alle Einsparpotenziale innerhalb der jeweiligen Produktionsstätte identifizieren, die daraus resultierenden Einsparungen auf Euro und Cent beziffern und nicht zuletzt auch die dafür anfallenden Kosten abschätzen sollten
Energiesparen als strategischer Faktor für die Unternehmensbilanz

Weniger Energiekosten – mehr Erfolg

Das EnSave-Programm, wie es Danfoss Solutions durchführt, läuft in drei Phasen ab; es konzentriert sich auf die drei Bereiche Systeme, Technologie und Mitarbeiter, denn gerade diese haben einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch innerhalb des Unternehmens
Das EnSave-Programm, wie es Danfoss Solutions durchführt, läuft in drei Phasen ab; es konzentriert sich auf die drei Bereiche Systeme, Technologie und Mitarbeiter, denn gerade diese haben einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch innerhalb des Unternehmens
Energieeinsparung vs. Verzinsung: Die Kapitalrendite eines Energiesparprojekts im Vergleich zur angestrebten Kapitalverzinsung von ca. 15 % einer typischen Investition in Technologie in einem Unternehmen zeigt deutlich, dass Energiesparprojekte, die noch oberhalb dieser typischen Kapitalrendite liegen, bis zu 25 % an langfristigen Einsparungen bei den Energiekosten erzielen können
Energieeinsparung vs. Verzinsung: Die Kapitalrendite eines Energiesparprojekts im Vergleich zur angestrebten Kapitalverzinsung von ca. 15 % einer typischen Investition in Technologie in einem Unternehmen zeigt deutlich, dass Energiesparprojekte, die noch oberhalb dieser typischen Kapitalrendite liegen, bis zu 25 % an langfristigen Einsparungen bei den Energiekosten erzielen können
Potenzial für Einsparungen (Rückzahlzeit 1 vs. 2,5 Jahre)
Potenzial für Einsparungen (Rückzahlzeit 1 vs. 2,5 Jahre)
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In der Diskussion um Energieeinsparung und -effizienz in Industrie und Gebäudetechnik kommt immer wieder die Frage der Finanzierbarkeit auf. Das häufig gehörte Argument der Industrie, die Kosten für diese Maßnahmen belaste die Unternehmen zu stark und brächte im internationalen Wettbewerb eine Benachteiligung, lässt sich so nicht halten. Gerade in Zeiten stark steigender Energiepreise bekommen Energiesparprojekte langfristig einen hohen Einfluss auf die Betriebsergebnisse. So können solche Projekte bei richtiger Herangehensweise Kapitalrenditen von traditionellen Investitionen – immerhin 10 bis 15 % – deutlich übertreffen.

Energiepreise als strategischer Faktor?

In der letzten Dekade stiegen die Energiekosten in Deutschland pro Jahr um durchschnittlich 12 %. Bei einer Brauerei ergaben sich beispielsweise 2010 Personalkosten von 2,57 Euro pro Hektoliter, Energiekosten in Form von Öl, Gas und Strom lagen bei 2,50 Euro pro Hektoliter. Mit obiger Steigerungsrate für Energie liegt deren Preis schon 2015 bei 3,57 Euro pro Hektoliter. Gleichzeitig fallen die Personalkosten pro Hektoliter aufgrund höherer Automatisierung und optimierter Prozesse weiter – so Experten. Daraus folgt, dass die Energiekosten zwei- bis viermal so schnell steigen, wie die Personalkosten: Diese führten Unternehmen in der Vergangenheit oft als einen strategischen Grund für Verlagerungen von Produktionsstandorten und Optimierungen in Prozessen an. Damit ist klar: Schnell steigende Ausgaben wie Energiekosten zählen in manchen Industriezweigen schon heute zu den wesentlichen Faktoren – oder werden langfristig sicher zu einem solchen Faktor.

Energiesparprojekte werden wirtschaftlich gesehen nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig äußerst interessant. Sie können die Rendite herkömmlicher Investitionen in Anlagen und Niederlassungen häufig übertreffen, und das deutlich. So liegen Renditen bei kurzfristig angelegten Projekten bei bis zu 95 %, wobei allerdings die erreichbaren Einsparungen, meist 3 bis 5 % pro Jahr, deutlich unter den maximal möglichen liegen. Bei Projekten mit zwei bis vier Jahren Amortisierungszeit sinkt zwar die Verzinsung der eingesetzten Gelder auf 30 bis 35 %, allerdings schlagen die zu erzielenden Energieeinsparungen bei Gas, Öl, Kohle und Strom mit 25 bis 30 % jährlich in der Gesamtbilanz deutlich stärker zu Buche. Für einen langfristigen Erfolg erfordern diese Projekte aber ein Umdenken seitens der Anlagenbetreiber und der Operatoren sowie die Investition in ein Energiemanagementsystem.

Um ein Maximum an Einsparung mit einem Minimum an Aufwand zu erreichen, gilt es, Anlagen genau zu analysieren. Wo liegt das größte Einsparpotenzial? Wie lassen sich die erzielten Einsparungen nachweisen? Und wie lassen sich die Maßnahmen finanzieren und ihre Amortisationszeiten abschätzen?

Analysieren, umsetzen und amortisieren

Es beginnt alles mit einer genauen Analyse des Ist-Zustands. Innerhalb weniger Wochen erfolgt eine Bestandsaufnahme, bei der das Unternehmen oder externe Berater wie beispielsweise Danfoss Solutions alle Einsparpotenziale identifizieren, die Einsparungen beziffern und notwendige Investitionen abschätzen. Erst nach dieser Analyse beginnt die eigentliche Umsetzung. Typischerweise umfasst diese die Phasen Verifikation und Planung, Installation sowie Garantiephase. Dabei stehen wiederum drei Teilbereiche im Fokus: Technologie, Systeme und – Mitarbeiter, denn gerade diese haben einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch innerhalb des Unternehmens.

In der ersten Phase „Verifikation und Planung", die auch schon mal mehrere Monate erfordern kann, erfolgt die Verifizierung der ermittelten Einsparungen einschließlich der damit verbundenen Kosten für Geräte, Installation sowie Mitarbeiterschulungen. Zudem umfasst sie die Spezifizierung der technischen Maßnahmen sowie das notwendige Engineering. Die nächsten Monate dienen der Umsetzung, d.h. der „Installation". Hier implementieren Unternehmen und gegebenenfalls Dienstleister sowie (externe) Lieferanten alle Prozesse, sorgen mit Schulungen für die Motivation der Mitarbeiter und einen bewussten Umgang mit Energie. Ziel ist, Prozesse und Anlagen zu modernisieren, unterstützt durch eine Software zur Erfassung und Analyse aller Verbrauchsdaten zum Nachweis der erfolgreichen Implementierung und der Einsparung. Denn nur, was der Kunde messen und bewerten kann, lässt sich beeinflussen und in der Folgezeit optimieren. Die letzte Projektphase – die „Garantiephase" – erstreckt sich meist über zwölf Monate und mehr. Sie dient dem Nachweis der erzielten Einsparungen und umfasst Messungen, um alles so zu optimieren, dass der Anwender die garantierten Einsparungen erreicht und langfristig sichert. Denn hier entscheidet sich: Hat das Unternehmen die garantierten Einsparungen erreicht?

Da es für Anwender heute fast unmöglich ist, alle technischen Geräte bis ins letzte Detail zu kennen, ist es sinnvoll, Experten hinzuzuziehen. Sie bringen die notwendige Erfahrung und den geschulten Blick mit, die maximalen Einsparungen zu erreichen. Beispielsweise bietet Danfoss Solutions, ein Bereich des Danfoss-Konzerns, der seit 2001 Unternehmen bei Energiesparprojekten unterstützt, nicht nur eine genaue Analyse auf Basis seiner langjährigen Expertise, sondern auch Hilfe bei Umsetzung und Verifizierung der festgelegten Maßnahmen. Die jährlichen Einsparungen liegen typisch bei 10 bis 20 % der Energiekosten, manchmal sogar darüber.

Risikolos finanzieren – das Esco-Programm

Hierzulande noch wenig bekannt ist das Vorgehen beim Esco-Programm. Eine „Energy Service Company" (Esco) ist ein (Beratungs-)Unternehmen wie Danfoss Solutions, das Dienstleistungen rund um Energieverbrauch und -optimierung liefert sowie Einsparungen finanziert und garantiert. Dabei sind die eingesparten Beträge so groß, dass sich das Projekt daraus selbst finanziert.

Es gibt zwei Typen von Esco-Projekten: In den meisten Fällen übernimmt das Esco-Unternehmen die Finanzierung des Kundenprojekts mit eigenen oder Dritt-Mitteln. In manchen Fällen, z.B. bei Kommunen, kann auch der Kunde eine günstige Finanzierung stellen. Das Esco-Unternehmen garantiert die Höhe der Einsparungen und sichert so eine Rückzahlung der Investitionen aus den Einsparungen. Erreichen die umgesetzten Maßnahmen nicht die garantierten Werte, zahlt das Esco-Unternehmen die anfallenden Kosten und übernimmt so die Verantwortung. Typisch teilen sich beide Parteien die jährlichen Einsparungen während einer vereinbarten Rückzahlungsphase auf. Danach erhält der Kunde die vollen Einsparungen, zieht somit den gesamten Vorteil aus den Maßnahmen und kann – da er ja nicht in Vorleistung gehen muss – aufgrund der aufgeteilten Einsparungen sofort positive Auswirkungen in seiner Bilanz verbuchen.

Weiteres „grünes" Engagement

Neben den wirklich interessanten positiven Effekten auf die Gesamtbilanz eines Un-ternehmens können Energiesparprojekte noch etwas anderes bewirken. Sie können nämlich Gelder für weitere „ grüne" Projekte erwirtschaften oder bereitstellen, die zwar kurzfristig nicht so attraktiv sind, aber langfristige Auswirkungen auf Klima, Umwelt und CO2-Ausstoß haben. Denn ohne solche Projekte zu fördern, müssen Verbraucher und Industrie langfristig mit Einschnitten bei der Energieversorgung rechnen – spätestens dann, wenn fossile Energieträger oder Uran zur Neige gehen. So kann Nachhaltigkeit auch erreicht werden – mit einem positiven Einfluss auf Umwelt und Energie, aber auch auf die Unternehmensbilanz.

DER AUTOR Lars Grønbæk, Sales Director von Danfoss Solutions A/S in Kolding/DK (dt. Website: www.danfoss.de/vlt )

Praxis plus

Aufgrund der Komplexität heutiger Produktionssysteme und der entsprechend anspruchsvollen Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen, sollten bei solchen Projekten möglichst auch erfahrene externe Experten hinzugezogen werden. So unterstützt beispielsweise Danfoss Solutions schon seit 2001 Unternehmen bei Energiesparprojekten – nicht nur mit einer genauen Analyse auf Basis langjähriger Expertise, sondern auch durch Hilfe bei Umsetzung und Verifizierung der jeweiligen Maßnahmen. Die jährlichen Energiekosten-Einsparungen liegen dann meist bei 10 bis 20 % und mehr.

INFO-TIPP

Umfassende Informationen zum Energiesparen und zu Contracting-Themen bietet u.a. auch das Esco Forum im ZVEI:

· www.esco-forum.org

14.03.2012


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