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Stefan Ziegler, Chefredakteur elektro Automation
Nicht zuletzt die rekordverdächtig gut besuchte, von der Redak- tion moderierte ZVEI-Podiumsdiskussion auf der SPS/IPC/Drives hat gezeigt, dass das Thema „Energieeffiziente Antriebe" brandaktuell ist und dass nach wie vor Informationsdefizite herrschen. Um hier für unsere Leser Transparenz zu schaffen, widmen wir den Trendteil „Drives & Motion" speziell dem Thema Energiesparmotoren bzw. EuP-Richtlinie und damit auch den aktuellen Anforderungen durch die Deadline im Juni 2011, nach der (meist) nur noch IE2-Motoren in Verkehr gebracht werden dürfen.
Stefan Ziegler, Chefredakteur elektro Automation
Richtlinien zu Effizienzklassen der Energiesparmotoren

Neue Regelungen greifen

Nicht zuletzt die rekordverdächtig gut besuchte, von der Redak- tion moderierte ZVEI-Podiumsdiskussion auf der SPS/IPC/Drives hat gezeigt, dass das Thema „ Energieeffiziente Antriebe" brandaktuell ist und dass nach wie vor Informationsdefizite herrschen. Um hier für unsere Leser Transparenz zu schaffen, widmen wir den Trendteil „Drives & Motion" speziell dem Thema Energiesparmotoren bzw. EuP-Richtlinie und damit auch den aktuellen Anforderungen durch die Deadline im Juni 2011, nach der (meist) nur noch IE2-Motoren in Verkehr gebracht werden dürfen.

Der Einsatz energieeffizienter Antriebstechnik – ob per Drehzahlregelung oder über einen hohen Motorwirkungsgrad – ist nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes sinnvoll, sondern er macht sich in der Regel auch finanziell sehr schnell bezahlt. In der Praxis setzt sich diese Erkenntnis aber nach wie vor eher langsam durch. Daher machen gesetzliche Regelungen hier durchaus Sinn. Für welche Motoren und Anwendungen die neuen Vorgaben gelten und welche Auswirkungen sie auf Entwicklung bzw. Einsatz der Antriebe haben, erläutern im aktuellen Trendteil insgesamt zehn Experten, und zwar von ABB, Danfoss, Kimo, Lenze, LTi Drives, Nord, Rexroth, SEW-Eurodrive und Siemens sowie vom Pumpenspezialisten KSB. Konkret beantworteten sie die folgenden Fragen:

· Wann macht der Einsatz von Energiesparmotoren aus technischer Sicht wirklich Sinn und mit welcher Amortisationszeit ist hier zu rechnen?

· Ab 16. Juni 2011 dürfen nur noch Drehstrommotoren der Klasse IE 2 in Verkehr gebracht werden. Welche Auswirkungen hat dies für OEMs bzw. Endanwender sowie für Antriebsanbieter und für welche Leistungsbereiche bzw. Anwendungen gelten die Regelungen überhaupt?

· Man kennt es von der EMV- und auch der Maschinenrichtlinie: Trotz langer Übergangsfristen ist oft die Deadline nur schwer einzuhalten. Sollte man bereits jetzt auf IE2- Motoren umstellen, oder sogar auf IE3/IE4- Motoren, die es heute auch schon für Standardanwendungen wie Pumpen gibt?

· Ab 2015 bzw. 2017 werden die Vorschriften weiter verschärft. Was ist hier genau zu erwarten und sollte man bereits heute darauf reagieren?

Dass der sinnvolle Einsatz von Energiesparmotoren entsprechendes Knowhow erfordert, bringt u.a. Rune Friis-Knutzen von Lenze – stellvertretend für neun Antriebsanbieter (S. 22) – auf den Punkt: „Hocheffiziente Motoren rentieren sich besonders dann, wenn sie größtenteils mit konstanter Drehzahl betrieben werden. Hier kann sich ein IE2-Motor schon in weniger als 1000 Betriebsstunden amortisieren. In Anwendungen mit geregelten Antrieben, bei denen auch Beschleunigungsvorgänge eine Rolle spielen, kann sich die größere Massenträgheit hocheffizienter Motoren dagegen negativ auswirken." Mit anwenderorientiertem Blick auf die 2015 und 2017 weiter verschärften Vorschriften ergänzt Gerhard Berge von KSB (S. 28): „Aus der Möglichkeit, statt IE3-Motoren IE2-Motoren plus Drehzahlregelung zu verwenden ergibt sich ein ganz neues Energie-Einsparpotenzial, dank der Drehzahlregelung um den Faktor 10 und mehr."

INFO-TIPP

Hintergründe und Details zur EuP- bzw. Ökodesign-Richtlinie (2009/125/EG) finden Sie unter:

· www.eup-network.de/de/ hintergrund/oekodesign-richtlinie

07.03.2011


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