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Kübler Gruppe feiert 50-jähriges Jubiläum

Innovationen bei Zählern und Co

Lothar und Gebhard Kübler Wir haben ein Paket geschnürt, das unseren Kunden wirklich weiter hilft
„Wer in die Zukunft blicken will, muss auch zurück schauen" sind die beiden Brüder und geschäftsführenden Gesellschafter der Kübler Gruppe, Lothar und Gebhard Kübler, überzeugt. Für beides gibt es im...
Lothar und Gebhard Kübler Wir haben ein Paket geschnürt, das unseren Kunden wirklich weiter hilft
Lothar und Gebhard Kübler „Wir haben ein Paket geschnürt, das unseren Kunden wirklich weiter hilft"

„Wer in die Zukunft blicken will, muss auch zurück schauen" sind die beiden Brüder und geschäftsführenden Gesellschafter der Kübler Gruppe, Lothar und Gebhard Kübler, überzeugt. Für beides gibt es im 50. Jubiläumsjahr genügend Anlass. Die vor 50 Jahren vom Jungingenieur Kübler gegründete Fritz Kübler Feingerätebau gehört heute zu den international anerkannten Herstellern von Weg - und Winkelsensorik, Zähl- und Prozesstechnik sowie Übertragungstechnik. Die Kunden sind weltweit aktive Industrieunternehmen der Antriebstechnik, der mobilen Automation, der Windkraft, des Maschinenbaus sowie von Energiezählern und dem Aufzugbau. Was als Ein-Mann-Unternehmen in Villingen-Schwenningen begann, führte innerhalb weniger Jahre zu einer international erfolgreichen Firma, die schon in den frühen 60er ihren Hauptmarkt neben Deutschland in den USA hatte.

Der Startschuss der Firmengeschichte fiel mit einem besonderen Produkt: Der weltweit erste, patentierte Kurzzeitmesser mit permanenter Zeitanzeige stellte sicher, dass der analoge Zeiger nicht – wie beim Wettbewerb – abfiel, sondern stehen blieb. Dies ermöglichte exakte Messungen im Millisekunden-Bereich und wurde vor allem in Laboren, etwa für die Erfassung von Relaisschaltzeiten, eingesetzt. Kurz darauf startete Fritz Kübler mit ersten elektromechanischen Zählern. Diesen folgten in den 70er Jahren elektronische Zähler. Seit 1989 sind Drehgeber fester Bestandteil des Portfolios. Die Produkte überzeugten hier von Anfang an durch Robustheit und wenige, zuverlässige Bauteile. War Kübler anfangs stolz darauf, 100 Geräte in der Woche zu fertigen, so zählt das Unternehmen heute weltweit zu den Top Five der Branche. Inzwischen zählen auch lineare Messsysteme und Inklinometer zu dem Geschäftsbereich Weg- und Winkelsensorik.

Die Kübler-Gruppe hat drei Geschäftsbereiche: Die Weg- und Winkelsensorik mit ca. 60 % Umsatzanteil, die Zähl- und Prozesstechnik mit ca. 34% Umsatzanteil und das noch junge Standbein Übertragungstechnik mit 6% Umsatzanteil. Den konsolidierten Umsatz der Gruppe erwartet Kübler für 2010 bei 31,5 Mio. Euro. In der GmbH in Villingen-Schwenningen allein sollen es 28 Mio. Euro werden. Damit geht das Unternehmen gestärkt aus der Krise heraus und macht den Rückgang von 2009 mehr als wett. „Wir erreichen in unserem 50. Jubiläumsjahr einen neuen Umsatzhöchststand", berichten die beiden Geschäftsführer stolz. Die Firmengruppe beschäftigt mittlerweile etwa 300 Mitarbeiter, gut 200 davon am Stammsitz in Villingen-Schwenningen, die weiteren in sechs Töchterunternehmen weltweit. Der Exportanteil beträgt mehr als 65%. Zum Vergleich: 1997, also beim Generationswechsel, erwirtschafte Kübler etwa 7 Mio. Euro; das Unternehmen wuchs also in den letzten Jahren besonders deutlich.

Fritz Küblers Söhne, Gebhard und Lothar, die das Unternehmen seit 1997 in der zweiten Generation leiten, erinnern sich: „Vater und Söhne: Oft hört man von Schwierigkeiten und Konflikten, wenn die neue Generation übernimmt. Nicht so bei uns. Unser Vater vertraute uns, wir hatten den Freiraum und eigentlich immer ein gutes Gefühl. Richtige Konflikte gab es keine. Als er uns die Geschäftsführung übergab, war ihm übrigens völlig klar, dass wir einiges zu verändern hatten, um die Firma auf die Zukunft auszurichten. Prozesse und Strukturen zum Beispiel bedurften einer beherzten Modernisierung", sagt Gebhard Kübler. Der Unternehmensgründer begleitete das Unternehmen als Vorsitzender des Beirats bis zu seinem Tod im Jahre 2003.

Zwar habe sich das Unternehmen über die Jahrzehnte mehrfach neu erfunden, doch die Grundwerte seien die selben geblieben. Seit dem Tag ihrer Gründung ist die Fritz Kübler GmbH untrennbar verbunden mit der Familie Kübler – das Unternehmen steht auf einem soliden Fundament aus familiären Werten und Familienkultur. „Werte", ist Lothar Kübler überzeugt, „sind für ein gesundes Unternehmen unerlässlich." Und Statistiken belegen, dass werteorientierte Unternehmen zudem profitabler seinen.

Der Gründer selbst hat seinen Söhnen und späteren Nachfolgern zeitlebens nahe gelegt, dass es für ein gesundes und erfolgreiches Familienunternehmen wichtig ist, unabhängig zu bleiben (das Eigenkapital beträgt über 70%), verantwortungsvoll zu handeln und den Mitarbeitenden stets Respekt entgegenzubringen. Denn zu den Kernwerten bei Kübler gehört die Erkenntnis, dass das Kapital des innovativen Unternehmens in der Fähigkeit der Mitarbeiter liegt. Dazu kommen stetige Veränderungen, Verbesserungen und eine schnelle Reaktion auf Marktveränderungen. „Dadurch bleiben wir innovativ und die Ergebnisse – wie guter Umsatz und Ertrag – folgen", sind die Brüder überzeugt. Mit innovativen Produkten brachte Fritz Kübler seinen Lebenstraum kontinuierlich ein Stück weiter. „Diese Strategie haben wir uns bis heute auf die Fahnen geschrieben", betonen die beiden Geschäftsführer.

Der Service wird streng an den Bedürfnissen der Zielgruppen ausgerichtet. Erfolgsfaktoren wie Kundennähe, Wirtschaftlichkeit, Liefertermintreue, Systemintegration und Lieferflexibilität überzeugen die Kunden am Markt. Das Kübler-Design-System definiert Kundenservice in vier systematischen Schritten. Auf die genaue Analyse der Kundenanforderungen folgen das Ermitteln der optimalen Technologie, die Implementierung anhand erprobter Methodik und ein Maximum an After-Sales-Angeboten. „Wir haben aus unserer langjährigen Erfahrung ein Paket geschnürt, das unseren Kunden wirklich weiter hilft und die passenden Lösungen liefert", erläutert Lothar Kübler weiter. Und dass sich Kundenzufriedenheit auszahlt und eine Zukunftsinvestition ist, beweisen die vergangenen Jahrzehnte.

Nach diesen Maximen ist die stetige Verbesserung ausgerichtet, die Kübler seit Jahren verfolgt. Vor zwei Jahren richtete man dazu ein Verbesserungs-Office mit einem Verbesserungs-Manager ein. Kübler nennt seinen Weg die Kübler-Kaizen-Kultur. Schritt für Schritt lernen die Mitarbeiter ihr Bewusstsein, ihr Denken und ihre Handlungsweisen auf stetige Verbesserung zu fokussieren. Diese Kultur ist das Mittel, um das Unternehmen auch für die kommenden Generationen gesund zu halten. Die Mitarbeiter arbeiten kontinuierlich daran, Verschwendung zu reduzieren und die Qualität zu steigern.

Die Kübler-Brüder haben eine klare Vision: In den kommenden 10 Jahren planen sie den Aufbau weiterer internationaler Kompetenzzentren, um die regionalen Märkte verschiedener Länder optimal zu betreuen. Doch „Deutschland wird auch zukünftig strategisch sehr wichtig sein. Wir brauchen eine starke Präsenz auf unserem Heimatmarkt, um ein gutes Fundament für eine gesunde internationale Expansion zu haben.", betonen die Unternehmer. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Instituten und Partnern will Kübler ausbauen, neue Technologien entwickeln und auch weitere Geschäftsmodelle prüfen. Wenn all das gelingt, rechnet man Kübler damit, dass sich bis 2020 der weltweite Umsatz in Richtung 90 bis 100 Mio. Euro bewegt, bei einer Verdopplung der Mitarbeiterzahl.

Dieser Artikel stammt aus Community-Indicator


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