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Heinz Werner Blaß, Geschäftsführer des ZVEI-Fachbereichs Elektrische Antriebe sowie Mitglied der Geschäftsführung des ZVEI-Fachverbands Automation ( www.zvei.org/automation)
Die sehr erfolgreiche Sonderschau Energieeffizienz in industriellen Prozessen und der Energieeffizienztunnel auf der Hannover Messe 2008 haben es deutlich gezeigt: Neben der Erzeugung und Verteilung hat auch die effiziente Nutzung elektrischer Energie ihren Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung gefunden. Sie wurde in den vergangenen Jahren leider in Medien und Politik von Trendthemen wie Solarenergie, Biokraftstoffe oder Windenergie überdeckt. Dabei ist der intelligente Umgang mit Energie – wie Heinz Werner Blaß vom ZVEI nachfolgend ausführt – die einfachste und derzeit effektivste Möglichkeit der Umweltschonung.
Heinz Werner Blaß, Geschäftsführer des ZVEI-Fachbereichs Elektrische Antriebe sowie Mitglied der Geschäftsführung des ZVEI-Fachverbands Automation ( www.zvei.org/automation)
ZVEI-Statement zur Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe

Potenziale identifizieren und nutzen

Hoher Besuch beim Energietunnel auf der Hannover Messe 2008: u.a. Bundeskanzlerin Angela Merkel (Mitte) sowie VDMA-Vizepräsident Joachim Rohwedder und ZVEI-Präsident Friedhelm Loh (beide rechts daneben)
Hoher Besuch beim Energietunnel auf der Hannover Messe 2008: u.a. Bundeskanzlerin Angela Merkel (Mitte) sowie VDMA-Vizepräsident Joachim Rohwedder und ZVEI-Präsident Friedhelm Loh (beide rechts daneben)

Die sehr erfolgreiche Sonderschau Energieeffizienz in industriellen Prozessen und der Energieeffizienztunnel auf der Hannover Messe 2008 haben es deutlich gezeigt: Neben der Erzeugung und Verteilung hat auch die effiziente Nutzung elektrischer Energie ihren Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung gefunden. Sie wurde in den vergangenen Jahren leider in Medien und Politik von Trendthemen wie Solarenergie, Biokraftstoffe oder Windenergie überdeckt. Dabei ist der intelligente Umgang mit Energie – wie Heinz Werner Blaß vom ZVEI nachfolgend ausführt – die einfachste und derzeit effektivste Möglichkeit der Umweltschonung.

Eine einfache Formel: Jede eingesparte Kilowattstunde muss erst gar nicht erzeugt oder verteilt werden. Der schmerzliche Anstieg der Energiepreise hilft kräftig mit. Die Verbraucher in Industrie und Haushalt klagen über die Höhe der Stromrechnung und machen sich zunehmend Gedanken über deren Reduzierung. Der ZVEI hat dem Rechnung getragen und bereits vor zwei Jahren mit der Impulsinitiative Energieeffizienz seine Aktivitäten deutlich verstärkt.

Energietunnel zeigte Potenziale auf

Ein Höhepunkt und zugleich Startpunkt der ergänzenden Initiative Energie-Intelligenz EnQ war der vom ZVEI initiierte Energieeffizienztunnel auf der Hannover Messe 2008. EnQ soll noch deutlicher herausstellen, welches enorme Einsparpotenzial in der intelligenten Nutzung energieeffizienter Produkte und Systeme steckt. Das EnQ Magazin wird regelmäßig über neueste technische und politische Entwicklungen berichten und auch Praxisbeispiele aufzeigen.

Allein in den Bereichen Kühlen/Gefrieren, elektrische Antriebe und Beleuchtung ließe sich jährlich ein Einsparvolumen von fast 60 Mrd. kWh erzielen; das entspricht ca. 40 % des Stromverbrauchs aller privaten Haushalte in Deutschland. Fast die Hälfte davon, 27,5 Mrd. kWh, können energieeffiziente elektrische Antriebe in Maschinen und Anlagen beisteuern. Das sind 11 % des gesamten industriellen Stromverbrauchs oder 2,2 Mrd. Euro jährlich eingesparte Energiekosten. Dieses Potenzial kann mit hocheffizienten Motoren der Klasse EFF1 und elektronischer Drehzahlregelung gehoben werden.

In Deutschland wird ein Drittel der rund 30 Mio. bereits in Industrie und Gewerbe installierten Antriebe als aus Sicht der Energieeffizienz modernisierungsbedürftig angesehen. Im Fokus stehen insbesondere Standardanwendungen in den betrieblichen Nebenfunktionen wie Pumpen, Ventilieren, Verdichten, Fördern, Bewegen, Klimatisieren und Kühlen. Die individuellen Einsparpotenziale durch den Einsatz von Energiesparmotoren der Klasse EFF1 und elektronischen Drehzahlregelungen liegen zwischen 20 und über 50 %.

Viele Voraussetzungen sind schon gegeben

Die Hersteller sind auf die neuen Anforderungen eingestellt. Sie bieten durchgängig Kalkulationsprogramme an, die für die jeweiligen Anwendungen auf der Basis von Life- Cycle-Cost-Betrachtungen die optimale Lösung ermitteln. Auch der Staat hilft mit. Auf Betreiben des ZVEI fördert die Bundesregierung seit Anfang dieses Jahres über die KfW Energieeffizienzberatungen in kleinen und mittleren Unternehmen und sie bietet Kreditvergünstigungen für entsprechende Modernisierungsmaßnahmen an. Zur Beratung gehören u.a. eine vertiefende Energieanalyse und ein konkreter Maßnahmenplan.

Was die Motoren betrifft, so wird es in wenigen Jahren auf europäischer Ebene eine gesetzliche Verpflichtung zur Einführung von Energiesparmotoren der Klasse EFF1 geben. Die entsprechende Richtlinie EuP ist bereits verabschiedet. In anderen Ländern wie Australien, Kanada, USA und China sind solche Gesetze bereits in Kraft getreten oder auf den Weg gebracht. Die Motorenhersteller stellen sich darauf ein, dass die EFF2- und EFF3-Motoren weltweit bald aus dem Markt verschwinden werden.

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Ohne Titel

Die Energiesparbroschüren des ZVEI und das neue EnQ Magazin können kostenlos angefordert werden unter antriebe@zvei.org.

Informationen zu KfW-Energieeffizienzberatungen, Kreditvergünstigungen und Energieanalyse bietet die hier hinterlegte Website.

Weitere Infos bieten die Verbände über ihre Websites:

VDMA

ZVEI

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Die Energiesparbroschüren des ZVEI und das neue EnQ Magazin können kostenlos angefordert werden unter:

· antriebe@zvei.org

Informationen zu KfW-Energieeffizienzberatungen, Kreditvergünsti-gungen und Energieanalyse bietet die folgende Website:

· www.kfw-foerderbank.de

04.07.2008


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