Berufe-Weltmeisterschaft: Nationen mit dualem Bildungssystem stechen hervor
950 junge Talente aus mehr als 50 Ländern trafen sich Anfang Oktober in London, um vier Tage lang die Weltbesten ihres Faches in 46 Berufen aus Industrie und Handwerk zu ermitteln. Deutschland war mit 26 Teilnehmern in 23 Disziplinen vor Ort. „ Die Qualität der Wettbewerbsarbeiten der deutschen Teilnehmer war sehr hoch", berichtet Klumpp.
Die Punktwertungen zeigen aber auch, dass die Nationen sehr oft nah beieinander lagen. Nur wenige Punkte trennten vom Sieg. Das zeigt, dass die Welt wieder ein starkes Stück zusammen gerückt ist. Viele Nationen, die das duale Bildungssystem oder ein vergleichbares etabliert haben, stechen hierbei hervor. Vor allem Brasilien gilt hier als Aufsteiger. Ebenso ist China stark im Kommen.
„Daher gilt es aber auch, für Leipzig 2013 alle Kräfte zu mobilisieren, um mit der weltweiten Entwicklung mithalten zu können und in Leipzig in die Topränge aufschließen zu können", fordert Klumpp. Das gilt insbesondere für die industrietechnischen Disziplinen. Denn mit Medaillenrängen brillieren konnte das deutsche Team vor allem in Handwerksberufen wie Möbelschreiner (Gold), Fliesenleger (Silber) und Zimmerer (Bronze). Dagegen haben in den – von Festo geförderten – Zukunftsdisziplinen wie Mechatronik oder Mobile Robotik die Asiaten wie Japan und Korea oder Brasilien die Nase vorn. Deutschland ist nur 7. von 31 beziehungsweise 8. von 15. Hoffnung macht aber immerhin die Silbermedialle im Wettbewerb Polymechanik (Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Automation).
Bilder und Berichte: www.worldskillsgermany2011.wordpress.com
