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Die Suche nach Seltenen Erden

Die Suche nach den sogenannten Seltenen Erden könnte laut ZVEI zukünftig zu einer ernsten Herausforderung werden, denn der Mangel an bzw. die hohen Kosten für diese Werkstoffe könnten die rasante Innovation bei energieeffizienten Motoren und Antrieben oder bei der Nutzung regenerativer Energien zum Stocken bringen. Der ZVEI ist aktuell sehr besorgt über die Liefersituation bei Metallen wie Samarium oder Neodymium, die ihren Haupteinsatz in der Produktion besonders starker Dauermagneten finden. ZVEI-Mitglieder berichten von Preissteigerungen um das Zehnfache, was die Herstellungskosten für die Endprodukte in kaum kalkulierbare Höhe treiben dürfte.

Dass die Gewinnung dieser Metalle aufwändig ist, liegt auch daran, dass sie nur in äußerst geringen Mengen sowie in verstreut lagernden Mineralien oder als Beimischungen vorkommen. Die größten Vorkommen befinden sich darüber hinaus in China, das mit 97 % der Produktion (in 2010) den Weltmarkt dominiert. Nur unbedeutende Lagerstätten gibt es auch in den USA, Indien oder Australien. Erst jüngst fanden japanische Wissenschaftler Vorkommen im Pazifik; auf der Suche nach Alternativen, nachdem China die Lieferungen an Japan eingeschränkt hatte.

Und darin liegt das Problem. Um die Versorgung auch zukünftig sicherzustellen, fordert der Vorsitzende der ZVEI-Geschäftsführung, Dr. Klaus Michelbach, China dazu auf, einen fairen Handel zuzulassen sowie Handelshemnisse abzubauen. Wer am internationalen Güterverkehr partizipiere und entsprechend profitieren wolle, so Dr. Klaus Mittelbach, müsse seinen Handelspartnern im Gegenzug auch freien Zugang zu den Rohstoffmärkten bieten. Es wäre jedoch naiv zu glauben, das China als expandierende Industrienation auch zukünftig dem internationalen Wettbewerb uneingeschränkt strategische Rohstoffe zur Verfügung stellt. Der ZVEI rechnet deshalb damit, dass eine zuverlässige Versorgung mit Werkstoffen wie den Seltenen Erden oder dem Lithium für die Akku-Produktion ins Stocken geraten könnte, wenn nicht schnellstmöglich durch zusätzliche Förderkapazitäten sowie ein funktionierendes Recycling die Abhängigkeit von Lieferländern wie China reduziert werden kann.

Andreas Gees

Redakteur elektro Automation

andreas.gees@konradin.de

15.08.2011


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