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Murrelektronik fokussiert auf den Bereich zwischen Steuerungs- und Sensor-Aktor-Ebene

Connectivity als Plus in der Automatisierung

Jürgen Zeltwanger: „Connectivity geht weiter und beschreibt den gesamten Bereich zwischen Steuerungs- und Sensor-Aktor-Ebene
Jürgen Zeltwanger: „Connectivity geht weiter und beschreibt den gesamten Bereich zwischen Steuerungs- und Sensor-Aktor-Ebene"
Zur Hannover Messe hat Murrelektronik ( www.murrelektronik.com) die Aktion „Connectivity – ein Plus in der Automation" gestartet. Im Interview erklärt Jürgen Zeltwanger, Bereichsleiter strategisches Marketing, welche Ziele das Unternehmen damit verfolgt und welcher zusätzlicher Nutzen die Kunden erwartet.

Zur Hannover Messe hat Murrelektronik ( www.murrelektronik.com) die Aktion „Connectivity – ein Plus in der Automation" gestartet. Im Interview erklärt Jürgen Zeltwanger, Bereichsleiter strategisches Marketing, welche Ziele das Unternehmen damit verfolgt und welcher zusätzlicher Nutzen die Kunden erwartet.

elektro Automation: Handelt es sich bei „ Connectivity" um die Neuformulierung der Unternehmens-Philosophie oder möchte Murrelektronik seine Aktivitäten ausweiten?

Zeltwanger: Wir sehen Connectivity als Überbegriff für den Bereich in der Maschinen- und Anlageninstallation, der sich zwischen der Steuerungs- und der Sensor-Aktor-Ebene befindet. Für diesen Bereich, der erwiesenermaßen ein großes Optimierungspotenzial bietet, gab es bisher keine Bezeichnung. Wir sind im Bereich von Connectivity ein führender Anbieter. Wir beschreiben damit also nicht nur ein Feld der Installationstechnik, wir bieten unseren Kunden mit Connec-tivity ein Plus in der Automa- tisierung: Erstklassigen Service, Kundennähe, gute Produkte und aufeinander abgestimmte Lösungen.

elektro Automation: Sie ersetzen den Begriff Verbindungstechnik durch den Begriff Connectivity, worin besteht der Entwicklungsschritt?

Zeltwanger: Der Begriff Verbindungstechnik deckt üblicherweise zunächst einmal den Bereich der Steckverbinder ab. Connectivity geht weiter und beschreibt den gesamten Bereich zwischen Steuerungs- und Sensor-Aktor-Ebene. Dazu gehört die Steckverbindertechnologie, natürlich, aber dazu gehören auch Stromversorgungen, Schnittstellen oder aktive und passive Verteilersysteme. Gerade auf das Miteinander dieser Komponenten kommt es in der Installationstechnik ja an.

elektro Automation: Murrelektronik ist Systempartner für den Maschinen- und Anlagenbau. Betreuung, Beratung, Produkte und Innovationen haben Sie ihren Kunden schon in der Vergangenheit geboten. Was wird sich durch das neue Konzept ändern und welchen Nutzen haben letztendlich die Anwender davon?

Zeltwanger: Wir waren, sind und bleiben Systempartner mit Lösungen, die vom Schaltschrank über die Schnittstellen bis ins Feld reichen. Aber das ist nur eine unserer Stärken. Mit dem Connectivity-Gedanken wollen wir weitere Aspekte in den Fokus rücken, von denen unsere Kunden ganz konkret profitieren. Wir denken da an die Möglichkeit der 48-Stunden-Produktion bei den Steckverbindern, an Express-Lieferungen, an unser zielstrebiges Engagement im Marktsegment-Management, an innovative Lösungen wie den Kabelbutler oder an unsere wirklich hohe Kompetenz in Fragen der Systemberatung.

elektro Automation: Ein Marketing-Konzept kann unternehmerische Ziele kommunizieren und das Profil des Unternehmens schärfen. Können Sie mit „Connectivity" ihre Kompetenzen und Alleinstellungsmerkmale im Markt deutlicher hervorheben?

Zeltwanger: Im Zuge von Connectivity wollen wir gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen für deren Applikationen und Anforderungen erarbeiten. Diese Anforderungen unserer Kunden sind für uns der Ausgangspunkt von Innovation. Die dabei gemeinsam entwickelten Ideen machen uns Stück um Stück besser. Diese Erfahrungen stecken in Connectivity – sowohl im Bereich der Produkte als auch beim Service und bei den Dienstleistungen.

elektro Automation: Was sind die Herausforderungen, die die klassische Verbindungstechnik bzw. die moderne Connectivity zukünftig erfüllen müssen?

Zeltwanger: Wir haben bei Murrelektronik den Slogan „Gesteckt, was sonst" entwickelt. Und diese Thematik wird auch mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Dabei geht es schlicht und ergreifend um die Reduzierung der Installationszeit und damit eben auch um eine Senkung der Kosten. Dazu sehen wir einen eindeutigen Trend der Verlagerung von Aufgaben aus dem Schaltschrank ins Feld. Da werden uns Themen wie dezentrale IP67-Stromversorgungen oder Ethernet-IP67-I/Os in den nächsten Monaten und Jahren beschäftigen. Im Bereich der Steckverbinder ist deutlich zu erkennen, dass der M12 an Bedeutung gewinnt. Er wird sich nach und nach auch im Bereich von Ethernet gegen die RJ45-Derivate durchsetzen.

elektro Automation: Welche Projekte stehen ganz oben auf der Liste ihrer Entwicklungsarbeiten? Welche Produkte werden demnächst daraus resultieren?

Zeltwanger: Wir arbeiten intensiv an der Erweiterung unseres bewährten, modularen Feldbussystems Cube67+. Wir erweitern es um diverse Varianten für Ethernet und IO-Link. Mit unserer Stromversorgungsbaureihe Evolution schicken wir eine Serie hochkompakter dreiphasiger Netzgeräte auf den Markt. Zur SPS/IPC/Drives werden wir außerdem eine Innovation im M12-Bereich präsentieren: Der M12-Anschluss wird einfacher denn je.

14.09.2009


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