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Pepperl+Fuchs integriert Näherungsschalter von Siemens

Das „Closing" ist abgeschlossen

Dr. Gunther Kegel: „Für den Kunden ist der Übergang mit dem Closing abgeschlossen
Dr. Gunther Kegel: „Für den Kunden ist der Übergang mit dem Closing abgeschlossen"
Pepperl+Fuchs, Hersteller elektronischer Sensoren und Komponenten für den eigensicheren Explosionsschutz, erwirbt das Näherungsschalter-Geschäft von Siemens. Damit erweitert das Unternehmen sein Produktportfolio im Bereich induk-tiver Näherungsschalter und Ultraschallsensoren. Um den Kunden Planungssicherheit zu bieten, wurde eine Integrationsperiode zur nahtlosen Übergabe vereinbart. Wie weit diese Integration vorangeschritten ist, dazu äußert sich Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Pepperl+Fuchs GmbH.

Pepperl+Fuchs, Hersteller elektronischer Sensoren und Komponenten für den eigensicheren Explosionsschutz, erwirbt das Näherungsschalter-Geschäft von Siemens. Damit erweitert das Unternehmen sein Produktportfolio im Bereich induk-tiver Näherungsschalter und Ultraschallsensoren. Um den Kunden Planungssicherheit zu bieten, wurde eine Integrationsperiode zur nahtlosen Übergabe vereinbart. Wie weit diese Integration vorangeschritten ist, dazu äußert sich Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Pepperl+Fuchs GmbH.

elektro Automation: Ende Februar wurde bekannt gegeben, dass Pepperl+Fuchs das Siemens-Geschäft der Näherungsschalter übernehmen wird. Die Vertragspartner hatten eine Integrationsperiode vereinbart, ist die Übernahme offiziell abgeschlossen?

Kegel: Der rechtliche Übergang war für den 30. Juni 2010 vorgesehen. Seit dem 1. Juli – nach dem sogenannten Closing – gehört das Geschäft mit Näherungsschaltern Pepperl+Fuchs. Natürlich sind die Produkte noch nicht vollständig an die Pepperl+Fuchs-Produktionsstandorte verlagert worden, sodass auch nach dem offiziellen Rechtsübergang noch bis Ende 2010 eine Menge Integrationsarbeit zu leisten ist.

elektro Automation: Wenn die Portfolios zweier Anbieter zu einem integriert werden, gibt es zwangsläufig Produkt-Überschneidungen. Wie wird sich das Gesamtangebot an Näherungsschaltern bei Pepperl+Fuchs zukünftig gestalten?

Kegel: Echte Überschneidungen gibt es eigentlich nur bei den genormten Bauformen. Die überwiegend kundenspezifischen Varianten unterscheiden sich sehr deutlich, sodass wir entschieden haben, das Siemens-Näherungsschalter-Portfolio unverändert fortzuführen. Ab dem 1. Juli kann der Kunde die gewohnten Produkte unter der gewohnten Bestellbezeichnung bei Pepperl+Fuchs bestellen.

elektro Automation: Welchen Einfluss hat die Übernahme auf die Entwicklung der einzelnen Standorte beider Vertragspartner, wie sieht die Mitarbeiterentwicklung aus und wo werden welche Sensoren zukünftig gefertigt?

Kegel: Wir möchten alle an den Standorten Amberg und Nürnberg bei Siemens beschäftigten Mitarbeiter übernehmen, die sich direkt und überwiegend mit dem Näherungsschalter-Portfolio beschäftigt haben. Diesen Personenkreis werden wir am Standort Amberg konzentrieren. Hier wird ein Kompetenzzentrum Ultraschallsensorik mit Entwicklung und Produktmanagement entstehen. Die Ultraschallsensoren werden zukünftig in Singapore produziert, hier übernehmen wir kein Personal aus der Siemens-Fertigung. Die Näherungschalter werden weiterhin in Trutnov in Tschechien gefertigt. Hier übernehmen wir eine Mannschaft aus dem Siemens-Konzern und bauen zur Zeit eine eigene Fertigung auf, die in den Pepperl+Fuchs-Fertigungsverbund integriert wird.

elektro Automation: Von wem bekommt der Kunde nun seinen Siemens-Näherungsschalter und unter welcher Bestellnummer? Ist die lückenlose Belieferung dieser Kunden mit den bewährten Produkten sichergestellt? Wann wird die Integration letztendlich sowohl logistisch als auch vertrieblich abgeschlossen sein?

Kegel: Seit dem 1. Juli kann der Kunde die relevanten Produkte nur noch bei Pepperl+Fuchs bestellen. Rechtzeitig zu diesem Termin haben wir den Kunden die neuen Bestelladressen mitgeteilt, hier laufen noch immer gemeinsame Gespräche mit den umsatzstärksten Anwendern. Für den Kunden ist der Übergang mit dem bereits genannten Closing abgeschlossen. Er bestellt seine Ware nun ausschließlich bei Pepperl+Fuchs und erhält von dort Lieferungen und Rechnungen. Selbstverständlich ist Pepperl+Fuchs seit diesem Zeitpunkt auch für alle Fragen zu Technik, Qualität, Preisen, Lieferterminen etc. zuständig. Hinter den Kulissen werden wir noch einige Monate benötigen, um die Produkte vollständig in unsere eigenen Fertigungsstandorte zu verlagern – ein Prozess, der jedoch Ende des Jahres abgeschlossen sein sollte. So lange wird Pepperl+Fuchs noch aus den Siemens-Produk- tionsstätten beliefert. Für die Übergangsphase werden ausreichende Sicherheitsbestände vorgefertigt, um kürzere, transferbedingte Produktionsunterbrechungen abzufangen.

05.08.2010


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