Schwimmende Adsorptionsbarrieren gegen das Öl
Schwimmende Adsorptionsbarrieren aus schmelzgeblasenem Polypropylen (MBPP) und mikrobiologische Agenzien sind angesichts der ungeheuren Mengen von Öl, die nach der Explosion der Tiefseebohrstation Deepwater Horizon den Golf von Mexiko verschmutzen, die letzte Verteidigungslinie vor den Küstengewässern der angrenzenden US-Bundesstaaten. Die zur weltweiten Brady-Gruppe ( www.bradyeurope.com ) gehörende Spezialfirma Sorbent Products Co., Inc. (SPC), ist maßgeblich daran beteiligt. Für die seit 30 Jahren bestehende Spezialfirma mit Hauptsitz in Somerset/New Jersey, ist dies ein neuer, alle bisherigen Dimensionen sprengender Einsatz. Die belgische SPC-Niederlassung hat ähnlich gelagerte Ölunfälle, so bei Tanker-Havarien in Norwegen im Jahr 2009 und in Frankreich im Jahr 2008, bekämpft. Die US-Zentrale war 2007 bei einem Ölaustritt in der San Francisco Bay engagiert. Adsorptionssperren auf der Basis von MBPP bewähren sich beim Eingrenzen von Ölverschmutzungen auf Wasseroberflächen. Sie sind Wasser abweisend und saugen Mineralöl-basierte Flüssigkeiten auf, indem sie sie durch molekulare Bindungskräfte an ihre eigenen Oberflächenstrukturen anlagern („adsorbieren"). Nicht nur bei Unfällen mit Tankern und Bohrplattformen werden die Polypropylen-Materialien von SPC eingesetzt. Auch in industriellen Umgebungen dienen sie zur Prävention und Beseitigung von schadstoffhaltigen Flüssigkeiten an Maschinen und Arbeitsplätzen. MBPP bindet das 10- bis 25-fache seines Eigengewichts und ist im Gegensatz zu Granulaten leicht zu entsorgen. Außerdem reagiert es nicht mit aggressiven Chemikalien – gleichbedeutend mit höherer Einsatzsicherheit.
