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„Klebstoff fürs Engineering"

Als vor zwei Jahren mehrere Unternehmen mit der Idee für ein neutrales, XML-basiertes Datenformat für den Austausch von Konstruktionsdaten an die Öffentlichkeit traten, wurde der Vorstoß zuerst als Lösung...

Als vor zwei Jahren mehrere Unternehmen mit der Idee für ein neutrales, XML-basiertes Datenformat für den Austausch von Konstruktionsdaten an die Öffentlichkeit traten, wurde der Vorstoß zuerst als Lösung für das Shop-floor-Planning in der Automobilindustrie gewertet. Doch nicht nur Automobilhersteller stehen einer heterogenen Softwarelandschaft für die unterschied-lichen Disziplinen des Enginerings entlang der gesamten Prozesskette gegenüber. Zu viele proprietäre Formate erschweren bisher einen flexiblen und umfassenden Datenaustausch. Weil jedoch das Engineering in der Fabrikautomation weit mehr als die Hälfte aller Entwicklungskosten verursacht, bietet es ein enormes Einsparpotenzial. Da außerdem transparente Daten in der digitalen Fabrik ein Megatrend sind, könnte AutomationML zukünftig laut Motto des AutomationML e.V. ( www.automationml.org ) zum „Glue for Seamless Automation Engineering" werden.

Welche Bedeutung AML zukünftig erlangen könnte, wurde jetzt auch auf dem ersten Anwenderkongress deutlich. Die Beiträge zeigten nicht nur, was möglich ist, sie beschrieben auch Projekte im fortgeschrittenen Prototypenstadium. Erste Software-Tools sind mit Schnittstellen für AML verfügbar und sowohl Stand-alone-Editor als auch AutomationML-Engine erlauben es, Dateien zu im- und exportieren sowie zu bearbeiten. Der Integration in vorhandene Software-Umgebungen steht somit nichts mehr im Weg.

So wird die AML-Group nicht Müde, auf die Vorzüge ihrer Lösung sowohl für die Prozessindustrie als auch für die Fabrikautomation hinzuweisen. Um den Anwendern den Einstieg zu erleichtern, wird gemeinsam mit der DKE an der Normierung gearbeitet. Ein erster Teil ist bereits bei der IEC eingereicht, weitere werden kurzfristig folgen. Mittelfristiges Ziel der Organisation ist es, sich breiter sowie international aufzustellen. Geplant ist außerdem, die Hersteller elektrischer Komponenten und industrieller Kommunikationstechnik stärker in die Arbeit einzubinden. Da am Ende der Anwender über die Akzeptanz von AutomationML entscheidet, bietet die Gruppe interessierten Unternehmen eine breite Unterstützung bei Thematik und Projekten an.

Andreas Gees

Redakteur elektro Automation

andreas.gees@konradin.de

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