Login
Dr. Thomas Cord präsentiert den neuen Servoumrichter i700, der zusammen mit dem Controller 3200 C den Kern des Lenze-Automatisierungssystems für Maschinen mit zentraler Bewegungsführung bildet
Die Wahl des richtigen Systems zur Maschinenautomatisierung – so Dr. Thomas Cord von Lenze – ist keine Philosophiefrage, sondern sie hängt ganz konkret von der jeweiligen Applikation und von den Konzepten des Maschinenbauers bzw. Endanwenders ab. Dementsprechend biete das Unternehmen sowohl Drive- wie auch Controller-based Lösungen an, aktuell innoviert durch einen neuen Servoumrichter für Mehrachsanwendungen und immer mit dem Streben nach Einfachheit in der Umsetzung.
Dr. Thomas Cord präsentiert den neuen Servoumrichter i700, der zusammen mit dem Controller 3200 C den Kern des Lenze-Automatisierungssystems für Maschinen mit zentraler Bewegungsführung bildet
Servoumrichter für Mehrachsanwendungen innoviert Automatisierungsportfolio

Für jede Maschine das richtige Konzept

Mit dem L-force-Portfolio lassen sich sowohl Maschinen mit dezentraler Bewegungsführung (Drive-based Automation, links) als auch Maschinen mit einer zentralen Steuerung (Controller-based Automation) realisieren
Mit dem L-force-Portfolio lassen sich sowohl Maschinen mit dezentraler Bewegungsführung (Drive-based Automation, links) als auch Maschinen mit einer zentralen Steuerung (Controller-based Automation) realisieren
Der Servoumrichter i700 eignet sich als einfacher, kompakter und flexibler Servoumrichter für einen breiten Anwendungsbereich in der Maschinenautomatisierung
Der Servoumrichter i700 eignet sich als einfacher, kompakter und flexibler Servoumrichter für einen breiten Anwendungsbereich in der Maschinenautomatisierung

Lenze positioniert sich demgemäß nun auch als Lösungsanbieter für Maschinenautomatisierung, was man laut Dr. Thomas Cord, Geschäftsführer der Lenze Automation GmbH dank viel Erfahrung sehr gut könne: „Unser Ziel ist es, die Maschinenautomatisierung einfach zu machen und den Kunden auf diese Weise Freiräume für ihre eigenen Ideen zu eröffnen. Die Lieferzeiten von Maschinen werden mehr und mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor, insbesondere wenn man bedenkt, dass für einen Endanwender beispielsweise im Consumer-Bereich eine kürzere Time-to-Market schnell einige Millionen Euro Umsatz und auch Gewinn bedeuten kann."

VDMA-Studie bestätigt Positionierung

Dass eine solche Strategie Sinn macht, bestätigt auch eine von Lenze in Auftrag gegebene Studie des VDMA, bei der im Sommer 2011 ca. 1800 Verbands-Mitglieder befragt sowie 301 qualifizierte Rückantworten ausgewertet wurden: Danach hängt der Markterfolg von Maschinenbauern immer mehr davon ab, dass innovative und leistungsfähige Maschinen schnell konzipiert, entwickelt und produziert werden können. Gleichzeitig wird die Technik, die für die Erstellung effizienter, leistungsfähiger und flexibler Maschinen benötigt wird, immer komplizierter. Viele Maschinenbauer wünschen sich deshalb die Unterstützung durch einen starken Partner. Das darauf zugeschnittene Lenze-Angebot zielt darauf ab, den Maschinenbauern die Realisierung innovativer Maschinen durch die Reduzierung von Komplexität und die mit ihr verbundenen Risiken so einfach wie möglich zu machen.

Die wichtigsten Trends im Maschinenbau sind nach den Umfrageergebnissen eine wachsende Variantenvielfalt und Komplexität sowie knappere Zeitbudgets. So sagten 83 % der befragten Maschinenbauingenieure, dass die Antriebs- und Steuerungstechnik zunehmend komplexer wird und dass eine flexible Variantenfertigung mit modularisierten Komponenten an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig sinkt für knapp 77 % der Maschinenbauer die Zeit von der Idee bis zur Markteinführung. Als Folge steht der Maschinenbauer unter immer größerem Druck. Aufgrund der steigenden Anforderungen wird laut 63 % der befragten Maschinenbauer die Verantwortung der Zulieferer in der Wertschöpfungskette steigen. Eine wachsende Verantwortung der Zulieferer sowie eine zunehmende Komplexität und Variantenvielfalt der Maschinen führt dazu, dass sich 82 % der Befragten eine engere Zusammenarbeit mit ihrem Zulieferer wünschen, besonders in der Phase der Entwicklung (Prototyping). Entsprechend wünschen sich mehr als die Hälfte der Entwickler einen Partner, der ihre Ideen und Konzepte in sichere, innovative und angemessen einfache Maschinen umsetzt. Mit einem auf Unterstützung in allen Phasen der Maschinenerstellung zugeschnittenen Angebot sieht Dr. Thomas Cord hier Lenze gut aufgestellt: „Als einer der wenigen Komplettanbieter im Markt begleiten wir den gesamten Entwicklungsprozess des Kunden – von der Idee bis zum Aftersales, von der Steuerung bis zur Antriebswelle. Umfassendes Maschinen- und Applikationswissen, unsere Beratungs- und Engineering-Kompetenz, ein breites und tiefes Produktportfolio sowie die darauf abgestimmten Werkzeuge ermöglichen es uns, genau die richtige Lösung für die jeweiligen Anforderungen der Kunden zu finden."

Innovativer Mehrachs-Servo

Um das Portfolio optimal auf die Anforderungen abzustimmen hat man laut Dr. Thomas Cord in den vergangenen zwölf Monaten insbesondere in den Bereich der Controller-based Automation viel investiert. Ein Ergebnis ist der für Mehrachsanwendungen konzipierte Servo-umrichter i700, der Montage, Inbetriebnahme und Engineering vereinfacht. Er zeichnet sich durch Kompaktheit, einfaches Montagekonzept und Flexibilität bei der Regelung unterschiedlichster Motoren aus. Kombiniert mit dem Controller 3200 C bildet er den Kern des Lenze-Automatisierungssystems für Maschinen mit zentraler Bewegungsführung. Dank intuitiv bedienbarer Engineering-Tools – für Parametrierung, Programmierung und Diagnose – lässt sich der i700 leicht über Ethercat in Automatisierungsarchitekturen einbinden.

Im ersten Ausbauschritt umfasst der neue Servoumrichter Einzel- und Doppelachsmodule für den Leistungsbereich von 0,37 bis 15 kW sowie passende Versorgungsmodule. Ein Pluspunkt ist die einfache Verdrahtung durch Steckverbinder. Die Versorgungsmodule benötigen in der Regel keine Filtermaßnahmen sowie keine DC-Sicherung und sind werksseitig mit einem Bremschopper ausgerüstet. Der Zwischenkreisverbund wird zwischen den i700-Geräten ganz ohne Kabel über ein innovatives Schienensystem realisiert. Der Maschinenbauer erzielt mit dem i700 dank des reduzierten Bedarfs an Platz und Komponenten sowie der einfacheren Montage und Verkabelung einen deutlichen Produktivitätsschub. Dazu trägt auch das einfache Engineering des Systems bei. Der automatische Download von Parametern und Firmware sowie Autotuning-Funktionen sorgen für eine schnelle und sichere Inbetriebnahme.

Der Servoumrichter unterstützt das gesamte Spektrum an Motortechnologien von Standardmotoren bis hin zu synchronen Servomotoren. Mit kurzen Zykluszeiten (250 µs bei der Positionsregelung) und einer Signalauflösung von 32 bit sowie einer Überlastfähigkeit von über 200 % ist der Servoumrichter ebenso für hochdynamische und präzise Mehrachsan-wendungen z.B. in Handling- und Verpa-ckungsmaschinen sowie Robotikanwendungen geeignet wie für einfache Positionieraufgaben. Zudem ist er mit allen gebräuchlichen Kühltechniken (Cold Plate, Durchstoßtechnik, Einbaugeräte) verfügbar. Auch die integrierten Safety-Funktionalitäten erleichtern das Engineering. „Safe Torque Off (STO)" gehört zum Standard und für erweiterte Sicherheitskonzepte wird zukünftig eine Gerätevariante zur Verfügung stehen, die beispielsweise SS1, SS2, SOS, SLS, SDI, SLI bietet und das höchste Sicherheitsniveau (SIL3, PLe) über Ethercat (FSoE) erreicht. Außerdem wird es künftig bei Lenze einen Safety-Controller geben.

Nach Informationen von Lenze SE in Hameln ( www.lenze.com/de )

20.01.2012


Weitere Artikel zum Thema
Mehr zu Antriebstechnik Mehr zu Antriebstechnik

Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe